Foto-Technik heute

Die rasante Entwicklung der Computertechnik hat das Medium Fotografie weitreichend verändert. Moderne Kameras verbinden ein optisches System mit einem elektronischen System, das die Verwendung von Filmmaterial überflüssig macht und sehr umfassende Bearbeitungsmöglichkeiten des Bildes ohne komplizierte chemische oder fotomechanische Prozesse oder Spezialkenntnisse gestattet – einfach am heimischen PC.

Das optische System

Das Objektiv der Kamera leistet den wesentlichsten Beitrag zur Entstehung des Bildes. Das Angebot reicht von einlinsigen Fixfocus-Objektiven in Kompaktkameras bis zu aufwendig korrigierten mehrlinsigen Objektiven in allen Brennweiten vom Superweitwinkel bis zum Supertele – Lösungen für jede Aufgabenstellung und jeden Geldbeutel. Fest eingebaute Zoomobjektive gestatten einen raschen Wechsel zwischen verschiedenen Brennweiten.

Belichtungs- und Schärfensteuerung

Die Kombination aus Blende und Verschlusszeit entscheidet über wichtige Bildmerkmale wie Über- und Unterbelichtung, Tiefenschärfe, (gewollte) Bewegungsunschärfe und (ungewollte) Verwacklungsunschärfe. Hierzu stehen meist Belichtungsprogramme für typische Aufnahmesituationen (Porträt, Landschaft, Nachtaufnahme etc.) zur Auswahl. Anwendern, die die Belichtungssteuerung als Mittel zur Bildgestaltung gern selbst in die Hand nehmen, stehen Kameramodelle zur Verfügung, die es gestatten, diese Einstellungen selbst vorzunehmen.
Die automatische Scharfstellung (Autofocus) sorgt für Bildschärfe. Auch hier gibt es eine große Bandbreite, was die Anzahl der Autofocussensoren und die Möglichkeiten der Focusanwahl betrifft. Inzwischen bieten auch viele preisgünstige Kompaktkameras die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Funktionen wie mittenbetontem oder Spot-Autofocus zu wählen. Eine automatische Gesichtserkennung kann das Scharfstellen auf die Gesichter der Fotografierten erleichtern.

CMOS: Der Bildsensor

Das Objektiv lenkt das Bild auf einen lichtempfindlichen Sensor (CMOS) im Inneren der Kamera. Die Anzahl der Bildpunkte (gemessen in Megapixel), die dieser Chip darstellen kann, bestimmt die Auflösung des Bildes. Höher aufgelöste Bilder benötigen mehr Speicherplatz. Deshalb gestatten die meisten Kameras eine Umschaltung zwischen verschiedenen Auflösungen, je nach Verwendungszweck. Für die Verwendung im Internet zum Beispiel ist eine Auflösung von 480×640 Punkten oft ausreichend.
Zahlreiche weitere Features wie Bildstabilisatoren gegen Verwacklungsunschärfe, automatischer Weißabgleich zur Verhinderung unerwünschter Farbstiche und die Möglichkeit, Fotos selbst am heimischen PC zu bearbeiten und auszudrucken, haben zum Siegeszug der digitalen Fotografie beigetragen. Hierzu steht eine große Anzahl von Programmen zur Verfügung, die dem Anwender eine breite Palette kreativer Gestaltungsmöglichkeiten in die Hand geben.