Mancher sagt, man hätte früher viel besser gelebt. Das ist allerdings eine Frage der Perspektive – und manchmal auch nur eine Annahme ohne jeden Hintergrund. Rein gefühlt ist technischer Wandel vorteilhaft, weil er das Leben erleichtert. Andererseits erschwert er es aber auch, denn man muss geistig mitgehen. Manche Technologie macht sogar Angst – man denke nur an die Atomtechnologie mit ihrem gewaltigen Potenzial, den Planeten absichtsvoll oder versehentlich in Schutt und Asche zu legen.
Im Alltag unserer Ur-Urgroßväter war Technologie kaum vorhanden. Telefone, Digitaluhren, Mobiltelefone, Computer, Atomkraftwerke, Automobile, Schleifmaschinen, CD-Player, Windkraftwerke oder Weltraum-Raketen harrten noch ihrer Erfindung. Schaut man sich alleine den Weg von der Erfindung der Glühbirne zum heutigen Lichtdesign mit LED-Technologie an, wird einem klar, wie viel technischer Wandel in der Zwischenzeit geschehen ist. Man ist damit groß geworden und hat ihn einfach als selbstverständlich genommen. Besucht man Technologiemessen wie die CEBIT, bekommt man den Wandel noch sehr viel direkter mit als sonst. Zu spüren bekommen ihn auch alte Menschen – denn sie können der Technologieentwicklung oft nicht mehr folgen. Spätestens dann, wenn man sein neues Handy nicht mehr in den Griff bekommt oder sich von seinem neuen Computer überfordert fühlt, wird einem die Rasanz des technischen Wandel im eigenen Leben bewusst.
Auch am Arbeitsplatz musste man sich aller Wahrscheinlichkeit nach bereits mehrfach mit der Einführung neuer Technologien befassen. Der Fortschritt in der Computertechnologie brachte die Umstellung vom Federkiel ins digitale Zeitalter mit sich. Ganze Bibliotheken mussten deswegen ihre Bestände neu erfassen. Statt Dampfmaschinen denken wir heute wie selbstverständlich solar- oder elektrobetriebene Autos und Maschinen an. Statt mit Menschenkraft wird die Arbeit der Zukunft zum Teil von Robotern erledigt. Dank neuer Technologien kann man heute winzigste Mikrochips beschädigungsfrei auf Laufbändern transportieren, indem man sie auf Luftkissen bettet. Computer werden auch deswegen immer kleiner und Operationen können heute sogar von einer anderen Stadt aus dirigiert werden. Wir haben den Mond betreten und lugen bereits nach dem Mars – und welchen Wandel alleine die Weltraumforschung in unser irdisches Leben gebracht hat, erfahren wir häufig nur am Rande. Betrachten wir, wie unser Leben sich verändert hat, wird technologischer Wandel ein Teil von ihm.<